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Paukenschlag in der Psychiatrie: PZM Münsingen und UPD Bern wollen fusionieren
Das Psychiatriezentrum Münsingen prüft einen Zusammenschluss mit den Universitären Psychiatrischen Diensten Bern. Ende Jahr soll die Fusion vollzogen werden.
Das Psychiatriezentrum Münsingen (PZM) und die Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD) wollen in den nächsten Monaten einen Zusammenschluss unter einem neuen Namen prüfen. Dies teilten PZM und die UPD am Mittwoch mit. Ende Jahr soll entschieden werden, ob sie dem Regierungsrat einen Zusammenschluss beantragen.
Personalmangel drängt zum Handeln
Das Gesundheitswesen stehe vor komplexen Herausforderungen. Themen wie Kapazitätsengpässe, Fachkräftemangel und Belastung des Fachpersonals beschäftigten das PZM und die UPD. Die beiden Institutionen wollen sich diesen Herausforderungen stellen und neue Strategien entwickeln. Zusammen behandeln sie mehr als die Hälfte der stationär betreuten Patientinnen und Patienten im Kanton Bern.
Negativschlagzeilen dominierten zuletzt
Im vergangenen Jahr sorgten psychiatrische Einrichtungen für Schlagzeilen, weil sie wegen Personalmangel auf Zwangsmassnahmen zurückgreifen mussten. Zudem kamen Vorwürfe auf, nachdem bekannt wurde, dass im PZM Mitglieder der sektenähnlichen Kirschblüten-Gemeinschaft angestellt waren. Ende Jahr musste der Chefarzt seinen Sessel räumen.
40 Betten nicht besetzt
Aktuell können laut PZM-Direktor Ivo Spicher im Psychiatriezentrum 40 Betten infolge Personalmangels nicht bedient werden. Mit einem Zusammenschluss mit der UPD soll die Wirtschaftlichkeit gesteigert werden. Ein Stellenabbau sei nicht geplant, so Spicher. Die beiden psychiatrischen Einrichtungen erhoffen sich, durch eine Fusion attraktivere Arbeitsbedingungen anbieten zu können.
Nächster Schritt im Herbst
PZM und UPD haben jetzt eine gemeinsame Absichtserklärung unterschrieben. Bis im Herbst soll aufgezeigt werden, unter welchem Namen die neue Organisation auftreten will. Voraussichtlich Ende Jahr wird dem Regierungsrat der Zusammenschluss von PZM und UPD beantragt.
Erstellt:
23.02.2023
Geändert: 23.02.2023
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