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Veloroute Worblental: Hier führt der neue Weg durch

Vor einem Jahr wurde die Bevölkerung von Stettlen, Vechigen und Worb zum Veloweg Deisswil – Worb befragt. Jetzt ist klar: Die Mitte-Route erhielt am meisten Stimmen.

Dieser Feldweg wird zum Radweg. (Foto: rb)
Die drei Varianten im Überblick. Süd zu steil, Nord zu viel Feld, deshalb Mitte. (Grafik: be.ch)
Für die Ringstrasse und den weiteren Verlauf des Radwegs muss noch eine Lösung her. (Grafik: Google Maps)
Der Entscheid fiel auf die Variante Mitte. (Grafik: be.ch)

Die geplante Veloroute durchs Worblental hat in der öffentlichen Mitwirkung breite Zustimmung erhalten. Wie der Kanton Bern schreibt, haben sich über 80 Prozent positiv zum Veloweg geäussert. Die Wahl der Routenführung glich hingegen einer Knacknuss, die jetzt geknackt wurde. Die Veloroute von Deisswil nach Worb wird auf der Mitte-Route geführt.

 

Zur Auswahl standen drei Routen

  • Die Route «Nord», welche übers Feld von Stettlen via Boll zur Nesselbank führt.
  • Die Route «Mitte», auch sie führt übers Feld von Stettlen nach Boll, zweigt dann nach rechts auf die Route Süd ab.
  • Die Route «Süd», welche auf der geteerten Strasse von Deisswil zur Nesselbank führt.

 

Mehrheit für Variante «Mitte»

Im Mittelpunkt der Mitwirkung stand die Linienführung im Abschnitt zwischen dem Bahnhof Stettlen und der Nesselbank. Zur Diskussion standen die drei genannten Varianten: Die Varianten «Nord» und «Süd» wurden mehrheitlich kritisch beurteilt. Wie die Verkehrsdirektion des Kantons Bern schreibt, wurde die Variante «Nord» aufgrund des Kulturlandverbrauchs abgelehnt. Die Variante «Süd» wurde wegen der grösseren Distanz nach Boll und der Steigungen als ungeeignet angesehen.

 

Die Variante «Mitte» erhielt die beste Bewertung. Sie bindet die Gemeinde Vechigen an, benötigt weniger Kulturland als die Variante «Nord» und verläuft ohne Steigungen. 82 Prozent der Teilnehmenden wählten diese Variante auf Rang eins oder zwei. Der Kanton hat deshalb entschieden, die Variante «Mitte» in der weiteren Planung zu berücksichtigen.

 

Weiterentwicklung des Projekts

Die bevorstehende Bauprojektierung wird sich unter anderem mit der engen Platzsituation an der Ringstrasse beim Bahnhof Stettlen befassen. Der Kanton plant, zusammen mit der Gemeinde Stettlen und den betroffenen Anwohnenden «nach Lösungen zu suchen, die alle Bedürfnisse bestmöglich berücksichtigen».

 

Weitere Themen sind die Frage der Breite der Velowege, die Minimierung von Nutzungskonflikten zwischen Fussgängern und Velofahrerinnen sowie der Schutz der Natur. Neben den Gemeinden Stettlen, Vechigen und Worb sollen auch betroffene Bauernbetriebe einbezogen werden, so der Kanton.

 

In zwei Jahren ist's soweit

Die Projektierung für den Bau dauert gemäss aktuellem Plan bis nächstes Jahr. Die Veloroute kann frühestens 2027 gebaut werden.

 

[i] 425 Organisationen, politische Parteien und Privatpersonen beteiligten sich an der Mitwirkung. Die Frage «Sind Sie mit dem Projekt grundsätzlich einverstanden?» wurde von 82 Prozent mit «Ja» oder «Eher ja» beantwortet.

 

[i] Die Verkehrsdirektion hat einen Bericht zur Mitwirkung veröffentlicht, in dem sämtliche Eingaben sowie die Stellungnahmen des Kantons enthalten sind.


Autor:in
pd/rb, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 14.02.2025
Geändert: 14.02.2025
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